Mahmood Falaki: Ich bin Ausländer, und das ist auch gut so

Fr, 23.05.2014, 19:30
Lesung, Gespräch
Mit Mahmood Falaki (Autor, Dozent)

In seinen pointierten Kurzgeschichten und Momentaufnahmen skizziert Mahmood Falaki auf humorvolle Art Begegnungen von Menschen verschiedener Kulturen in Deutschland. Mit ironisch-distanziertem Blick beschreibt er komische Dialoge und Missverständnisse, die sich aus den unterschiedlichen Blickwinkeln der Protagonist_innen ergeben und zum Überdenken eingefahrener Sichtweisen und Vorurteile anregen. Die Geschichten handeln von den Banalitäten und Absurditäten des alltäglichen Lebens als „Fremde_r“ in Deutschland.

 „Was für ein Landsmann sind Sie?!“

„Ich komme aus Persien.“

„Brasilien? Aber Sie sehen nicht wie ein Indio aus!“

„Nein, Persien, Iran!“

„Ach so, Iran! Sie sind Muslim!“

„Nein!“

„Nein? Gibt es in der Türkei auch Christen?“

 

Mahmood Falaki ist Schriftsteller und Dozent für persische Sprache und Literatur. Er wuchs im Norden Persiens auf und wurde während der Schah-Zeit wegen seiner politisch-literarischen Aktivitäten zu drei Jahren Haft verurteilt. Später musste er das Land verlassen, kam 1983 nach Deutschland und lebt seit 1986 in Hamburg. Im Anschluss an die Lesung spricht Mahmood Falaki über das Schreiben im Exil.

Veranstaltet von der W3 in Kooperation mit dem Sujet Verlag
Ort: 

W3-Saal

Preis: 
4,-
Archiv Themenreihe: 
WeltGerecht? - Umkämpfte Rechte hier und dort