Mobilitätsutopien für Hamburg

Ein Kreativabend für kuriose Gedanken und ernsthafte Utopien
Do, 12.12.2013, 19:30
Lesung und Kurzworkshop
Mit Sarah Zerwas und Kristof von Anshelm (Institut für Transportation Design, Hochschule für Bildende Künste Braunschweig), Moderation Johannes Bouchain
Mobilitätsutopien für Hamburg

„Die Zukunft, die wir wollen muss erfunden werden, sonst bekommen wir eine, die wir nicht wollen“ (Joseph Beuys). Sarah Zerwas und Kristof von Anselm stellen Storytelling und Science Fiction als kreative Methode für Innovations- und Veränderungsprozesse vor. Fiktive Persönlichkeiten und Geschichten dienen bei dieser Methode als Kreativwerkzeug. Im aktuellen FuturZwei Zukunftsalmanach haben sie im Autorenkollektiv mit dieser Methode eine Collage an Alltagsszenarien zur Zukunft der Mobilität verfasst. Gemeinsam stellen sie diesen interdisziplinären Ansatz zur Zukunftsgestaltung vor und lesen Auszüge aus dem Buch. Die utopischen Entwürfe regen zur Diskussion über ein „so könnte es gehen“ oder ein „so lieber nicht“ an und geben Impulse für eine kreative Neugestaltung unserer Mobilität. Ihren „Methodenkoffer“ bringen die beiden mit und laden das Publikum ein, eigene Visionen und Utopien über die zukünftige Mobilität in Hamburg zu entwerfen. Erfindungsreichtum, Kreativität und Spieltrieb sind notwendige Ressourcen für einen ganzheitlichen Innovationsprozess, finden aber allgemein noch zu wenig Beachtung. Der Abend regt an, diese zu entfalten und gezielter zu nutzen.

Über die Referent_innen

Sarah Zerwas und Kristof von Anshelm arbeiten als wissenschaftliche Mitarbeiter am Institut für Transportation Design der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig und im angegliederten get lab (Labor für gesellschaftliche Transformation). Das get lab beschäftigt sich mit der Gestaltung einer zukunftsfähigen Gesellschaft.

Als Kommunikationsdesigner liegen die Forschungsschwerpunkte von Sarah Zerwas dabei in der Designstrategie und -forschung. Um Veränderungsprozesse zu gestalten sucht sie vor allem Anregung in Strukturen von Mythen und Märchen und befasst sich mit dem Phänomen der Utopie.

Kristof von Anshelm ist studierter Industrial Designer und beschäftigt sich mit Verknüpfungsmöglichkeiten von Designtheorie und Design-fremden Forschungsfeldern. Er versteht Design als eine Möglichkeit Visionen und Utopien und damit die Veränderungsbereitschaft von Menschen anzuregen.

Johannes Bouchain ist Diplom-Ingenieur und spezialisiert auf die Fachrichtung Stadtplanung. Er ist freischaffend tätig und legt seinen Themenschwerpunkt auf die Bereiche Verkehr und nachhaltige Mobilität. Darüber hinaus ist Johannes Bouchain als Gründungsgesellschafter von Nexthamburg Experte für offene Formen der Bürgerbeteiligung im urbanen Kontext.

 

 

In Kooperation mit dem Zukunftsrat Hamburg.
Ort: 

W3-Saal

Preis: 
3,-
Archiv Themenreihe: 
Bewegte Welt