"Orte der Vielfalt"- das Vorgängerprojekt

Angebot der W3 für Hamburger Kulturinstitutionen: „Orte der Vielfalt – Interkulturelle Öffnung und Diversity Management"

                                                                       Projektlaufzeit: 12/2013 - 12/2015

Vielfalt, Mehrdeutigkeit und transkulturelle Lebenswelten sind prägend für moderne, globalisierte Stadtgesellschaften wie Hamburg. Dabei geht es nicht mehr um Eindeutigkeit und Homogenität, sondern um Überschneidungen, Grenz- und Zwischenräume, um simultane Zugehörigkeiten. Doch spiegeln sich diese vielfältigen Lebensrealitäten und Perspektiven in der Kulturlandschaft wider? In Programmen, im Personal,  in Besetzungen, in der Konzeption von Ausstellungen? Wie können sich Kultureinrichtungen interkulturell öffnen, ohne in Exotismus und in kulturellen Zuschreibungen verhaftet zu bleiben?

Mit dem Projekt „Orte der Vielfalt“ hat die die W3 den Blick für diese Fragen geschärft und leitende Mitarbeitende der Stadtteilkulturzentren Eidelstedter Bürgerhaus und Goldbekhaus, der Laeiszhalle, der Bücherhallen, des Ernst-Deutsch-Theaters, des Hamburg-Museums sowie des Museums der Arbeit im Prozess der Interkulturellen Öffnung (IKÖ) ihres Hauses begleitet.

Das Projekt in der konkreten Umsetzung

In sechs eintägigen, intensiven Schulungstagen wurden leitende Mitarbeitende der sieben teilnehmenden Hamburger Kulturinstitutionen dazu angeleitet, einen institutionsspezifischen, nachhaltigen interkulturellen Öffnungsprozess zu konzipieren und einzuleiten. Wir sehen interkulturelle Öffnung hierbei als Organisationsentwicklung und somit als eine langfristige Querschnittsaufgabe. In den Schulungstagen wurden daher ganz konkret Themen wie Organisationsstrukturen, Personalpolitik, Publikumsansprache und Marketing unter dem Aspekt der Interkultur reflektiert und gemeinsam neue Möglichkeiten erkundet, um Zugänge zu kulturellen Ressourcen breiter zu streuen.

Interkulturelle Öffnung bedeutet aber auch, sich auf den Weg zu machen und Dinge zu erproben – daher bekamen die teilnehmenden Institutionen von Schulung zu Schulung die Aufgabe, Aktivitäten und Planungen im eigenen Arbeitsfeld zu entwickeln und umzusetzen. Und wir sind begeistert, dass in allen sieben Häusern die am Projekt teilgenommen haben, viele spannende Dinge am Entstehen und wachsen sind - und dass die Kulturlandschaft gerade generell in Bewegung geraten ist!

 

Neugieirig geworden? Frau Cristina Gleich hat das Projekt im Rahmen Ihrer Masterarbeit evaluiert. Hier gibt es eine Zusammenfassung!

Die im Rahmen des Projektes diskutierten Ansätze, Ideen und Impulse zu einer vielfaltssensiblen Öffnung von Kulturbetrieben haben wir in einem kleinen Fragenkatalog festgehalten. Dieser Leitfaden hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Er ist vielmehr als Zwischenergebnis zu verstehen, das weiter vervollständigt und überarbeitet werden kann und soll. Dennoch hoffen wir, dass die Fragen Häuser - Leitungsebene und Mitarbeitende - dabei unterstützen können, reflexive Strukturen aufzubauen und einzuüben.

 

Förderung

Das Projekt wird von Fonds Soziokultur, der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration, der Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg und der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. gefördert.

Die W3 hat selbst langjährige Expertise mit dem Thema Interkultur und konnte den Landesverband Stadtkultur HH e.V., umdenken Heinrich Böll Stiftung e.V. und die Hochschule für Musik und Theater als Kooperationspartner gewinnen.

Mehr Informationen

Lena Nising: 040 - 39 80 53 - 64

nising [at]w3-hamburg.de

(Foto: Maren Preuss ; Quelle: Photocase; Link: photocase.de/marenpreuss)