Outsourcing im Haushalt: Erkundungen zum Wert der Arbeit

Do, 19.02.2015, 19:30
Vortrag
Mit Encarnación Gutiérrez Rodríguez (Professorin für Soziologie, Universität Gießen)

Auf den ersten Blick scheinen Hausarbeit und das koloniale Erbe
oder gar Rassismus nicht viel miteinander zu tun zu haben. Obwohl
Feministinnen Lohn für Hausarbeit forderten, hat sich bisher
wenig verändert. Die nicht entlohnte Hausarbeit wird vielmehr
auf andere Marginalisierte ausgelagert. Wie gestalten sich die
Arbeitsbedingungen im privaten Haushalt? Wer beauftragt wen?
Welche regulierenden Maßnahmen der EU-Migrationspolitik
wirken dafür begünstigend? In ihrem Vortrag geht Encarnación
Gutiérrez Rodríguez auf diese Fragen ein und zeigt, wie in
den Beschäftigungsbeziehungen im Bereich der Hausarbeit das
koloniale Erbe nachwirkt und rassistische Mechanismen vorherrschen.

 

Encarnación Gutiérrez Rodríguez ist Professorin für Soziologie an der Uni Gießen. Zu ihren Schwerpunkten gehören Culture Studies insbesondere Gender, Queer und Postkoloniale Studien, Rassismus- und Migrationsforschung und Politische Soziologie. Sie ist engagiert in queer-feministischen Migrantinnenzusammenhängen/minorisierten Frauennetzwerken.  Sie ist die Autorin von «Migration, Domestic Work and Affect» (2010) und «Decolonizing European Sociology» [mit M. Boatca und S. Costa, 2010])

 

Vor und nach allen Veranstaltungen der Themenreihe ist die Videoinstallation „frankfurter küche“ der Künstler_innen Johanna und Benjamin Wölfing zu sehen.

Ort: 

W3-Saal

Preis: 
3,-