Reden wir über… Entwicklung

Der Entwicklungsdiskurs – Post-Development und postkoloniale Perspektiven
Mi, 12.11.2014, 19:30
Vortrag
Mit Prof. Dr. Martina Neuburger (AG Kritische Geographien globaler Ungleichheiten, Universität Hamburg)
WeltGerecht? – Umkämpfte Rechte hier und dort

Entwicklungszusammenarbeit wird oft als ein Versuch dargestellt, globale Gerechtigkeit praktisch in die Tat umzusetzen. „Entwicklungshilfe“, wie sie in den 1950er Jahren vor allem von den ehemaligen Kolonialmächten geprägt wurde, befindet sich jedoch zunehmend in der Kritik. Sowohl die Vorstellung von „entwickelten“ gegenüber „unterentwickelten“ Regionen als auch die eigentlichen Ziele von Entwicklungspolitik werden hinterfragt. Die Geographin Martina Neuburger gibt einen Überblick über Argumente für und wider die Entwicklungszusammenarbeit. Aus der Sicht der geographischen Entwicklungsforschung zeigt sie zudem auf, wie sich der Entwicklungsdiskurs nicht nur aus normativer Sicht überholt hat. So offenbaren rasant wachsende Megastädte die Widersprüche und sozio-ökologischen Folgewirkungen des Entwicklungsmodells aus dem „Norden“. Gleichzeitig entstehen in den Gesellschaften des „Südens“ alternative Vorbilder für die Fehlentwicklungen der Industrienationen.

 

Martina Neuburger ist Professorin für integrative Geographie an der Universität Hamburg. Als Mitglied der Arbeitsgruppe Kritische Geographien globaler Ungleichheiten beschäftigt sie sich mit bestehenden Ungleichheits- und Machtverhältnissen. Sie hat verschiedene Forschungen zu diesem Thema veröffentlicht, unter anderem den Sammelband: „Entwicklungsländer”? Verwickelte Welten - Auf der Suche nach Norden und Süden (2013).

Ort: 

W3-Saal

Preis: 
3,-
Archiv Themenreihe: 
WeltGerecht? - Umkämpfte Rechte hier und dort