Die Zweiklassenmedizin zerrüttet Südafrika

Gesundheitskämpfe in Zeiten des Neoliberalismus
Mi, 05.03.2014, 19:00
Vortrag, Diskussion
Mit Anne Jung (Medico International, Frankfurt/M)

20 Jahre nach dem Ende der Apartheid haben sich die Widersprüche in Südafrika verschoben. Ging es in den ersten Jahren vor allem um die Überwindung der rassistischen Spaltungslinien, treten nun die dramatischen Folgen der „ökonomischen Apartheid" zutage. Das neoliberale Versprechen, dass mit dem ungehinderten Kapitaltransfer auch etwas für die Armen abfallen würde, hat sich in Südafrika als genauso falsch erwiesen wie anderswo.

Anne Jung zeigt in ihrem Vortrag, wie der Ausschluss von Millionen Menschen von jeder Hoffnung auf ein besseres Leben auch heute das Land spaltet. Soziale Bewegungen und Nichtregierungsorganisationen nutzen nun die Zeit vor den Wahlen in 2014, um gegen die krassen Folgen der neuen "ökonomischen Apartheid" im Gesundheitsbereich zu protestieren und menschenwürdige Lebensbedingungen für alle zu erkämpfen.

Veranstaltet von der Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg in Kooperation mit der W3 und Assoziation A
Ort: 

W3-Saal

Preis: 
3,-
Archiv Themenreihe: 
Südafrika 1994 bis 2014 - Zwanzig Jahre nach der Apartheid