Politiken der Überwachung

Mi, 27.02.2019, 19:00
Vortrag + Gespräch
Mit Laura Fichtner (Uni Hamburg), moderiert von Kübra Gümüşay

Was passiert, wenn technische Innovationen wie das Internet zum Gegenstand politischer Handlungen werden? Und wenn umgekehrt politische Aktivitäten durch technische Mittel verfolgt werden? Ausgehend von der Snowden-Affäre untersucht Laura Fichtner digitale Kontrolle und staatliche Überwachung im Internet.

Der Vortrag von Laura Fichtner beleuchtet die Funktionsweise von Überwachungsmechanismen, welche sich die Charakteristika der globalen Infrastruktur des Internets zu Nutze machen. Er beschreibt deren antagonistisches Spiel mit jenen Technologien, die sich einer solchen Überwachung entgegenstellen und sich ihrerseits der Beschaffenheit des Internets - wenn auch auf andere Weise - bedienen. Diese Beschreibung geschieht anhand von Beispielen aus der NSA-Überwachungsaffäre sowie daran anschließenden netzpolitischen Entwicklungen und setzt diese in Bezug zu konzeptionellen Betrachtungen über die Bedeutung und Funktion von Überwachung, Privatssphäre und Datenschutz.

 

Laura Fichtner arbeitet als interdisziplinäre Wissenschaftlerin an der Schnittstelle von Informationstechnologie, Ethik, Politik und Gesellschaft am Institut für Ethik in der Informationstechnologie an der Universität Hamburg. Ihre Forschung umfasst unter anderem Cybersecurity und ihre Diskurse sowie Fragen zur Datensicherheit und gesellschaftspolitische Auswirkungen von digitaler Kontrolle.

Kübra Gümüşay ist freie Journalistin, Bloggerin und Social Media Beraterin - zuletzt an der Universität Oxford. Sie schreibt und referiert zu den Themen Internet, Feminismus, Rassismus, Islam und Politik. 2010 co-gründete sie das Zahnräder Netzwerk für Social Entrepreneurship. 2011 wurde ihr Blog Ein-Fremdwoerterbuch.com für den Grimme Online Award nominiert. 2013 co-startete Gümüşay den Hashtag und die Aktionsgruppe #SchauHin gegen Alltagsrassismus, dessen Vorsitzende sie ist, sowie 2016 den Hashtag #Ausnahmslos gegen Sexismus und Rassismus.

In Kooperation mit umdenken - Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg e.V. Gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.
Ort: 

W3-Saal, Nernstweg 32-34

Preis: 
Eintritt nach eigenem Ermessen frei wählbar