"Von wegen sicher": Das Konzept der "sicheren Herkunftsstaaten" in der Kritik

Über die Lebensrealität von Roma in Südosteuropa
Do, 16.02.2017, 19:30
Diskussion
Veranstaltung mit Übersetzung
Mit Tamara Baković-Jadžić (Forum Roma Srbije/Levi Samit Srbije, Medienportal Mašina) und Kenan Emini (Initiative alle bleiben)

Seit Bundestag und Bundesrat die Länder des Balkans zu „sicheren Herkunftsstaaten“ erklärt haben, werden Asylbewerber*innen aus diesen Ländern, viele von ihnen Roma, als Antragsteller*innen zweiter Klasse behandelt. Ihre Anträge werden zu fast 100 Prozent abgelehnt, sie werden in speziellen Lagern untergebracht, mit verschärfter Residenzpflicht und Beschäftigungsverbot. Die Zahl der Abschiebungen ist rasant angestiegen. Gleichzeitig hat diese Regelung dramatische Folgen für mehrere Tausend Roma, die infolge des Kosovokonflikts 1999 nach Deutschland geflohen sind und seitdem als „Geduldete“ in Deutschland leben. Auch ihnen droht die Abschiebung in eine Lebensrealität, die von massiver Ausgrenzung und Diskriminierung in allen gesellschaftlichen Lebensbereichen geprägt ist. Nicht ohne Grund versuchen viele Roma dieser Marginalisierung durch Migration zu entkommen.

Tamara Baković-Jadžić wird über die Lebensrealität von Roma in Südosteuropa, insbesondere Serbien, sowie über die schwerwiegenden Folgen dieser Asylrechtsänderung berichten.

Veranstaltet vom Flüchtlingsrat HH, Rosa Luxemburg Stiftung HH, Minerva Consulting & Research im Rahmen der Reihe „Die Verstrickungen Europas in Flucht und Migration“
Ort: 

W3-Saal

Preis: 
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